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Heute, Freitag, 6. August 2021
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4. September 2021 - 5. September 2021
11:00.-19:00 - 24. ZINNOBER
Am 4. und 5. September 2021 ist es wieder soweit: Atelierhäuser, Gemeinschaftsateliers, Galerien, Projekträume und Kunstinstitutionen öffnen Ihre Türen, Kunstausstellungen, Performances und andere Aktionen beleben die ganze Stadt.

Neue und langjährige, junge und alte Protagonisten der Kunstszene Hannovers bieten zum Saisonauftakt im Herbst die Möglichkeit die Vielfalt der Kunstszene Hannovers, der Kunstorte und Künstler*innen im ganzen Stadtgebiet zu entdecken, Kunst kennenzulernen und zu kaufen.

atelier:bettfedernfabrik
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Telefon 0179 3940675
kunst@atelier-bettfedernfabrik.de

Zugang teilweise barrierefrei / bitte anmelden
H Leinaustraße / Linie 10 / Bus 700

AKTION
Sa 4.9. / So 5.9. 16 bis 17 Uhr
»Atelier-Screenshots«
Verlosung zum Mondschein-Picknick

AUSSTELLUNG 4.9. und 5.9.2021
»Micro Moments«

N. Deseke, M. Fieseler-Roschat, V. Frese, K. Henschel, M. Kiener, D. Kist, B. Kock, L. Lippert, H. Schmidt, A. Steckling, I. Theurich, H. Wagenknecht
1. August 2021 - 29. August 2021
BYE BYE BINARY - Ausstellungsprojekt zum Thema Gender
Im eigenen Kopf, im Familien- und Freundeskreis, in der Politik – das Thema Geschlecht sorgt überall für Diskussionsstoff. Die Theorie, dass Geschlechtsidentität (Gender) sozial konstruiert wird, ist in wissenschaftlichen Kreisen mittlerweile weit verbreitet, Rollenklischees und Stereotypen prägen unser Bild davon was „typisch männlich“ und was „typisch weiblich“ ist. Spätestens seit der Änderung des Personenstandsgesetz im Jahr 2018, die die Angabe „divers“ ins Geburtenregister für Menschen ermöglicht, die weder dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können, wird die Binarität der Geschlechter – das heißt die strikte Aufteilung in Frau und Mann – auch rechtlich infrage gestellt. Die kürzlich vom Bundestag abgelehnten Anträge zum sogenannten Selbstbestimmungsgesetz, zeigt allerdings, dass hier noch viele Fragen ungeklärt sind.
KÜNSTLER*INNEN ERFORSCHEN GESCHLECHTSIDENTITÄTEN

Die Ausstellung Bye Bye Binary, die Ilka Theurich (Kuratorin) gemeinsam mit dem kreHtiv Netzwerk Hannover und einem 12 köpfigen Beirat organisiert hat, baut auf einem offeneren und diverseren Ansatz zur Geschlechtsidentität auf. Die beteiligten Künstler*innen erforschen durch Installationen, Videos, Skulpturen und Klangkunst bestehende Geschlechternormen und vor allem das eigene Erleben von Geschlecht, jenseits gesellschaftlich vorgegebener Grenzen. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie Geschlechtsidentität durch Performance geprägt und auch verändert werden kann, oft indem der Körper selbst als Skulptur behandelt wird. Ziel ist es Geschlechterfragen nicht nur theoretisch zu verhandeln, sondern ein ganz praktisches Verständnis dafür zu schaffen, was echte Gleichberechtigung bedeuten muss und diesen Diskurs in Hannover in eine möglichst breite Öffentlichkeit zu tragen. Entstanden ist eine vielseitige Ausstellung, die das Thema Gender in all seinen Facetten und auf ganz individuelle Weise beleuchtet.

Die zweiteilige Ausstellung wird an unterschiedlichen Locations zu sehen sein: In den Weltspielen (Weidendamm 8, 30167 Hannover) ab dem 01.08. und im Monkey's (Raschplatz 11G, 30161 Hannover) ab dem 08.08.

PART 1

WELTSPIELE
WEIDENDAMM 8

VERNISSAGE
01.08.2021, 11 UHR

ÖFFNUNGSZEITEN
DO.-SO. 15-19 UHR

TICKETS: SOLIDARISCHES PREISSYSTEM
14 / 10 / 7 / 5 / 3 / 1 Euro,
je nach Möglichkeit der Besucher*innen
Tickets gelten für beide Locations

PART 2

MONKEY'S
RASCHPLATZ 11G, 30161 HANNOVER

VERNISSAGE
08.08.2021, 11 UHR

ÖFFNUNGSZEITEN
DO.-SO. 15-19 UHR

Tickets und Rahmenprogramm finden sie demnächst hier: Byebyebinary.krehtiv.de
Sonntag, 4. Juli 2021
15:00 - THE FORGOTTEN ETHICS: this is brutal – this is honest – this is live
performance artist: Ilka Theurich
camera: Marlo Zirr
video editor : Alexander Germer

Den Livestream finden sie hier:https://www.youtube.com/watch?v=MgtQ-l3-n3o

Diese Live-Performance ist Teil der Ausstellung
Pavilion 0/3 - Arche' - Architecture of Universe
Giudecca Art District in Venice, Italy

kuratiert durch Tomasz Wendland & Harro Schmidt

Mehr Information zur Ausstellung finden sie hier: https://pavilion0.net/en/artists/
Dienstag, 8. Juni 2021
15:00 - atelier:performance #33 - Dina Rotaru (1:1)
Dina Rotaru trifft auf Josephine Altmeyer

ACHTUNG: Auf Grund der anhaltenden Corona Pandemie wird diese Performance mit nur einer einzigen Performance-Zeug*in umgesetzt. Die Dokumentation der Performance obliegt der anwesenden Zeug*in in ihrer ganz eigenen Art und Weise.

In der Isolation bleibt dem Menschen nur die Objektwelt des Alltags, um sich zu spüren und in Beziehung zu setzen. Wenn alle menschlichen Kontakte immateriell und abstrakt sind, greifen die Hände nach Liebe ins Nichts.

Shibari (jap. „Festbinden; Fesseln“) ist eine traditionelle Form der Begegnung zwischen Körpern und dem Material Seil. Meist sind es mindestens zwei Personen die eine Begegnung mit den Seilen performen. Wenn jedoch kein (Körper-)kontakt möglich ist, praktizieren einige den Selftie, die Art und Weise sich selbst in den sogenannten Rope Space zu versetzen.

Dieser meditative Geisteszustand birgt performatives Potential und wird zum Untersuchungsgegenstand der Arbeit. Mithilfe des eigenen Körpers werden die Handlungsmöglichkeiten des Materials ausgereizt und erforscht.

Die körperlich intensive Auseinandersetzung mit einem Objekt oder Material ist Kern meiner künstlerischen Herangehensweise. Körper als Form, Bewegung, Handlungszentrum, Experimentierfeld und Forschungsinstrument nutzen, mit der Außenwelt in Verbindung treten. Zeit, Raum und Körper setzen sich performativ zueinander in Beziehung und öffnen einen Erfahrungsraum, den physisch-geistige Präsenz erfüllt.

Dina Rotaru: Als Künstlerin befinde ich mich konstant in einem Forschungsprozess. Die dabei auftauchenden Themenbereiche sind immer im Alltag verortet. Eine gesellschaftliche Grenze, die überschritten werden will, Beziehungen, Alltagsobjekte, oder zwischenmenschliche Phänomene. All diese Aspekte finden ihren Ausdruck entweder performativ, oder in Objekten und Installationen. Dabei wird der Forschungsprozess mit jeder künstlerischen Transformation weiter angetrieben. Übrig bleiben Konzepte, Videodokumentationen, oder ein Objekt gewordener Gedankenprozess als Relikt einer intensiven Auseinandersetzung.

dinarotaru.myportfolio.com
15. März 2021 - 15. Mai 2021
MYANMAR CALLING
dringende Online-Ausstellung:
Performancekunst aus Yangon

Beim Militärputsch in Myanmar 2021 handelt es sich um einen Putsch der myanmarischen Streitkräfte, geführt von General Min Aung Hlaing, gegen die demokratisch gewählte Regierung unter Aung San Suu Kyi. Am 1. Februar 2021, als die neue Legislaturperiode des Parlaments beginnen sollte, verkündete das Militär einen Ausnahmezustand von einem Jahr, löste das aus zwei Kammern bestehende Parlament auf und setzte den vormaligen Vizepräsidenten Myint Swe als kommissarisches Staatsoberhaupt ein. Als Grund für den Putsch wurde Wahlbetrug genannt.

Bei gewaltsamen Auflösungen von anschließenden landesweiten Anti-Coup-Demonstrationen kam es zu tausenden Festnahmen und hunderten Todesopfern. Im März konnte eine Eskalation der Gewalt beobachtet werden.

Die zivilen Widerstandsbemühungen in Myanmar, sind vor Ort als Frühlingsrevolution bekannt.

Bis zum 16. März 2021 wurden mindestens 2.175 Personen festgenommen und mindestens 211 Demonstranten von Militär- oder Polizeikräften getötet. Die Demonstranten haben friedliche und gewaltfreie Formen des Protests angewandt, darunter ziviler Ungehorsam, Arbeitsstreiks, eine militärische Boykottkampagne, eine Pot-Banging-Bewegung, eine Red-Ribbon-Kampagne, öffentliche Proteste und die formelle Anerkennung der Wahlergebnisse durch gewählte Vertreter.

Künstler und Aktivisten sind immer noch auf der Straße und kämpfen mit verschiedenen Strategien gegen die Diktatur.

Folgen sie dem Link, um sich die Arbeiten von den Performancekünstler*innen anzusehen.

https://atelierperformance.blogspot.com/ oder direkt auf YouTube https://www.youtube.com/user/Josebatanz

Diese Arbeiten sind während der ersten Protestwelle entstanden. Leider ist es zur Zeit nicht möglich mit den Künstler*innen in Kontakt zu treten, da das Militär das Internet abgeschaltet hat und ein Kriegsrecht über Teile von Myanmar verhängt hat.

Diese Ausstellung wurde durch den Projektraum Studio: Ilka Theurich organisiert und umgesetzt.
Samstag, 20. Februar 2021
15.00 - atelier:performance #32 - Toni Ehrhardt (DE)
Um sich den zukünftigen Widrigkeiten der sich veränderten Lebensbedingungen anzupassen wird der Mensch verstärkt Wege suchen, seinen Körper zu erweitern, um neue Lebensweisen zu erlernen. Unseren physischen Körper als eine determinierte Form zu betrachten wäre daher, so offensichtlich das auch scheint, zu kurz gedacht. Sich mit externen Entitäten zu verbinden und generationsübergreifende symbiotische Verwandtschaften mit anderen Lebewesen zu führen, könnte zur Normalität werden. Aber nicht nur unsere eigenen technischen Erfindungen, sondern unterschiedlichste externe Naturen könnten uns, genauso wie sie uns Grenzen, auch neue Wege aufzeigen. Spekulative bodyadds fabulieren und damit gewonnene Bewegungsformen erfahren beschreibt die Live Action „addition“.

In meinen zeitdiagnostischen Arbeiten untersuche ich Entgrenzungs- und Wiederannäherungsprozesse des Menschen mit seiner umgebenden Natur. Mein eigener Körper steht dabei als biologischer Organismus, als Überbleibsel aus vorzivilisatorischen Zusammenhängen, sowie als Prägedruck gesellschaftlicher Sozialisationsprozesse. Indem mein Körper zum Teil der Materialauswahl meiner bildhauerischen Tätigkeit wird, bewegen sich meine Werke zwischen Skulptur und Performance Art.

Veranstaltungsort: Studio: Ilka Theurich - prject space
Eintritt ist frei!