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Heute, Dienstag, 7. Juli 2020
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Sonntag, 12. Juli 2020
15:00 - atelier:performance #28 - Dagmar I. Glausnitzer-Smith - 1:1
Dagmar I. Glausnitzer-Smith trifft auf nn

ACHTUNG: Auf Grund der anhaltenden Corona Pandemie wird diese Performance mit nur einer einzigen Performance-Zeug*in umgesetzt. Die Dokumentation der Performance obliegt der anwesenden Zeug*in in ihrer ganz eigenen Art und Weise.

Die Landkarte in der Zerreißprobe

Die Landkarte hat ihre eigene Grammatik und Bildsprache. Fraglich ist die Position des Landkarten Zeichners, der im Anspruch sich als allumfassend und gottgleich fühlen muss und er sich vielen Unterstellungen unterordnen muß.

In der Anordnung der Kategorien ließe sich eine Landkarte definieren als Auflistung von Gebieten, Regionen, Orten, Plätzen und die Verbindungen und Verknüpfungen selbiger. Die Auflistung selbst hat in sich bereits Verbindungen zu den Reihen ihrer Elemente und richtet sich so als ein spekulativer Raum ein.

Die Landkarte ist die zwei-dimensionale Ebene, von der aus auf den Bezug zwischen Welt und bestimmte Zustände hingewiesen werden soll. Und so ein Anrecht beansprucht, damit verbunden den pädagogischen Zweck darstellungsfähig zu machen.

„Die Welt gründet sich auf die Erde, in sofern die Wahrheit als Urstreit von Lichtung und Verbergung geschieht.“ (Heidegger, p.54, Der Ursprung des Kunstwerks). So ist der Landkartenzweck ausgerichtet auf eine vergangene, scheinbare Wahrheit, auf der sich Weltgeschehen und Entwicklung erklären (zurückführen) lässt. Das Geschehen der Wahrheit jedoch entzieht sich auf der Darstellung (in der Repräsentation).

Nennung und Verbildlichung der Auflistung, bzw. der grafischen Verteilung führt immer auch zu der Frage, wie die Seins-Orte angeordnet sind und nach welchen Kriterien der Interpretation von Gesellschaftszuständen, sie ihren Raum einnehmen können. Es ist eine spekulative Zeit, die sich nur über das narrative Feld zurückverfolgen lässt. Eine Landkarte des Moments (im Jetzt) existiert nicht. In der Analyse und ihrer kategorischen Auflistung kann nur von einer ‚angenommenen’ Vergangenheit die Rede sein, nicht einmal eine Erfahrene oder selten Erlebte sondern lediglich die Beschreibung eines übernommenen Zustands gekoppelt an ein Bedingungsnetz unterschiedlicher Ereignisse.

Die Wahrheit einer Geschichte repräsentativ auf einer Landkarte angegeben ist also eine angenommene Weltdarstellung, als stilles Bild angehalten und unwahrscheinlich.

Der Sachverhalt der Atlanten in der Abwesenheit der Identität ist im Vergleich zur Liste ebenso beschränkt. Durch die Aktion können Ideologiegedanken reflektiert werden und über den Namen und die Identitätsbezeichnung hinwegschreiten. Das Geschehen der Bewegung im Moment holt das Bedürfnis zurück sich im Versuch der Benennung einem anderen Raum zu nähern und einzurichten. Dieser drängt sich mit einem Kritikanspruch auf, der über die Werte der Repräsentation hinweg, sich dem Geschehen der Performance-Wahrheit zu nähern versucht. Die Benennung ist illusorisch im Versuch die Identität zu statuieren, zu beherrschen oder zu kontrollieren.

Dahingegen erfordert die Liste einen Allgemeinanspruch, den nur die Sprache liefert. (vergl. U.Ecco, The Infinity of Lists, RIZOLLI, 2009, p.82ff, J.Joyce, Finnigans Wake, Auflistung der Flüsse, die unübersetzbar bleiben, Namen, die sich in Übersetzungen vervielfachen und die Liste der Namen, die zum’Fluss’ werden...).

An anderer Stelle bezieht sich Ecco (s.o. p.93 auf Italo Calvino’s, Invisible Cities (1972), die sich hier trefflich auf das Lesen der ‚Landkarte als Hypothese’ beziehen:

„The Great Kahn owns an atlas whose drawings depict the terrestrial globe all at once (the claim) and continent by continent, the borders of the most distant realms, the ships routes, the coastlines, the maps of the most illustrious metropolises and of the most opulent ports...to put his knowledge to the test.“ (that of Marco Polo’s reading of the map)

Veranstaltungsort: Studio: Ilka Theurich - project space
23. Juni 2019 - 1. September 2019
Die Nacht - Kunstpreis der Gemeinde Rastede
Für das Jahr 2019 wurde der Kunstpreis der Gemeinde Rastede, der 1986 ins Leben gerufen wurde und im zweijährlichen Rhythmus verliehen wird, erneut ausgelobt.

Es bewarben sich 108 Künstlerinnen und Künstler. Diese ausgesprochen hohe Resonanz zeigt die Bedeutung des Kunstpreises der Gemeinde und der damit verbundenen Ausstellung im Palais Rastede. Die Jury hat aus den weit über 200 eingereichten Arbeiten in einem zweistufigen Verfahren Positionen von 42 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt und den Preisträger / die Preisträgerin ermittelt, der/die am 23. Juni bekannt gegeben wird.

58 Arbeiten aus den Sparten Malerei, Fotografie, Grafik, Skulptur und Medienkunst werden in der Ausstellung vertreten sein.

Künstler aus dem atelier:bettfedernfabrik: Bernhard Kock

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Der Eintritt ist frei.

Ort:
Palais Rastede – Kunst- und Kulturkreis Rastede
Feldbreite 23
26180 Rastede
Tel. 04402-81552

www.palais-rastede.de
15. Juni 2019 - 24. August 2019
Raum und Zwang
Die Gartenregion Hannover feiert zehnjähriges Jubiläum! Im Rahmen der begleitenden Veranstaltungsreihe „10 Jahre – 10 Feste“ / "Die offene Pforte" lädt der Garten Pristin in Barsinghausen-Groß Munzel zu einem Besuch ein.

Skulpturen auf 4.500 qm Gartenfläche von
Stephan Marienfeld (Hattingen) und Uwe Schloen (Bremen) sowie eine neue Audioinstallation von
Natalie Deseke (Hannover)

Zur Vernissage der Ausstellung „Raum und Zwang“ am Samstag, 15. Juni 2019 um 16 Uhr sind Sie herzlich eingeladen!

Mit Grußworten und einer Einführung von
Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten
Musik: Thea Soti – avantgardistische Stimmklänge.

Adresse:
Garten Pristin
Auf dem Damm 8
30890 Barsinghausen - OT Groß Munzel

Führungen:
21.07. und 4.08. und 18.08.
jeweils um 15 Uhr

& nach telefonischer Vereinbarung:
Tel. 05035-2368.

Finissage: 24.08.2019 um 16:00 Uhr
Musik: Hans Schüttler – elektronische Performance.

Veranstalter: Aleksandra und Hans-Dieter Pristin unterstützt von der Gartenregion Hannover in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Hannover.